Ihr wisst bestimmt schon, dass die koreanische Kultur ganz anders ist. In diesem Artikel werde ich einzigartige Fakten über Korea vorstellen. Dinge die es nur in Korea gibt.

  1. Schnell Schnell (빨리 빨리)

Ich weiß nicht, ob ihr schon einmal Ppalli Ppalli (빨리 빨리) gehört habt. Ppalli Ppalli heißt schnell schnell auf Koreanisch. Koreaner sagen oft Ppalli Ppalli und machen auch Ppalli Ppalli.

Südkorea war in den 1950er Jahren nach dem Koreakrieg ärmer als Nordkorea. Allerdings begann Südkorea in den 1970er Jahren wirtschaftlich zu wachsen und ist heute eines der OECD-Länder. In Südkorea ist die Geschichte der Demokratie sowie der Wirtschaft viel kürzer als in Europa. Wir mussten immer schnell folgen, weil wir spät gestartet sind.

Wir essen Ppalli Ppalli, wir gehen Ppalli Ppalli, wir arbeiten auch Ppalli Ppalli. Im Restaurant könnt ihr sehen wie schnell Koreaner essen.

  1. Lieferservice (배달서비스) & Quick Service (퀵서비스)

Der Ursprung des Lieferservices scheint vom chinesischen Restaurants zu kommen. Normalerweise wurden chinesische Restaurants von Chinesen, die in Korea geboren sind und in Korea leben, betrieben. Sie haben Jajangmyeon (자장면) und Jjambong (짬뽕) entwickelt, die koreanische chinesische Küche. Es gibt Jajangmyeon und Jjambong nur in Korea, nicht in China.
Jajangmyeon und Jjambong werden nach Hause geliefert ohne extra zu bezahlen. Nicht nur nach Haus, sondern an den Strand, zum Park oder auf die Brücke. Überall hin.

Der Lieferservice ist in Korea seit langem weit entwickelt. Wir haben bereits vor 15-20 Jahren online bestellt. Auch Lebensmittel wie jetzt in der Corona-Krise.

Es gibt auch Quick-Service (퀵서비스)! Zum Beispiel möchte ich in wenigen Stunden dringend ein Dokument innerhalb von Seoul senden. Dann rufe ich Quick Service an. Jemand kommt zu mir und holt es ab. Er fährt mit dem Motorrad, um es zu liefern. 

Diese Services kammen wahrscheinlich von der Ppalli Ppalli Kultur.

  1. Das koreanische Alter (한국나이)

Korean hat ein einzigartiges Altersystem, weil wir auch die neun Monate Schwangerschaft in der Gebärmutter dazurechnen. Außerdem werden wir beim Jahreswechsel ein Jahr älter.

Man ist ein Jahr oder zwei Jahre älter in koreanischem Alter als in internationalem Alter.

Vor eurem Geburtstag seid ihr in Korea zwei Jahre älter als euer aktuelles Alter und nach eurem Geburtstag ein Jahr älter.

Wenn ihr mehr wissen wollt, klickt den Artikel über das koreanische Alter.

  1. Küchenschere (주방가위)

In Korea sind Scheren eine Notwendigkeit bei den Küchenutensilien. 

Wir verwenden sie normalerweise beim Grillen, um Fleisch zu schneiden und auch um Kimchi zu schneiden. Ihr könnt sie oft im Restaurant sehen. Jedes Haus hat eine Küchenschere. 

Falls ihr noch nie davon gehört habt, probiert einmal eine Schere zum Kochen! Sie ist praktisch.

  1. Gratis Beilage (무료 반찬), Nachschlag (추가 반찬) & Service (서비스)

Koreaner essen immer mit vielen Beilagen. Wenn ihr im Restaurant eine Hauptspeise bestellt, bekommt ihr auch gratis Beilagen und könnt davon so viel Nachschlag bekommen wie ihr wollt. 

Wenn wir viel bestellen und der Chef nett ist, kann ein kleines Essen aufs Haus gehen. Das ist Service (서비스), den wir gratis bekommen.

In manchen Restaurants, besonders beim Grillhaus (고기집) gibt es eine kleine Kaffeemaschine beim Eingang. Die Kaffeemaschine ist für den koreanischen Instant Kaffee (믹스커피 mixed coffee). Der Kaffee ist süß und lecker. Nach dem Essen könnt ihr einen kleinen Becher Kaffee kostenlos nehmen. Das gehört auch zum Service.

Im Restaurant müsst ihr nicht unbedingt Getränke bestellen. Leitungswasser ist immer dabei, aber Leitungswasser ist kein Service, weil es sowieso angeboten wird. Trotzdem wird Trinkgeld nicht erwartet.

  1. Anrufsglocke (호출벨, 주문벨) 

Im Restaurant fragt der Kellner die Gäste nicht, ob es noch etwas sein darf. 

Wenn der Kellner oft fragt oder leere Schüsseln nimmt, fühlen sich die Gäste schlecht. Das heißt, sie müssen bald rausgehen. Daher müssen wir nach ihm rufen, wenn wir etwas brauchen. Wenn das Restaurant groß ist, gibt es manchmal eine Glocke auf jedem Tisch. Wir können sie läuten, dann kommt der Kellner zu uns. 

Wenn ihr bezahlen wollt, läutet ihr nicht die Anrufsglocke, sondern müsst zur Kasse gehen.

  1. Convenience Store (편의점) & Restaurants haben 24 Stunden offen

Convenience Stores sind ähnlich wie Supermärkte bei der Tankstelle, weil sie 24 Stunden offen sind. Allerdings kann man sich in Korea im Convenience Store hinsetzen und etwas essen. Es gibt einen Convenience Store in jedem Straßenblock.

Manche Restaurants sind auch 24 Stunden offen, also verhungert ihr nie in Korea.

  1. Westliches Essen nach koreanischer Art (한국식 서양음식 – 퓨전음식)

Es gibt viele westliche Restaurants in Korea wie zum Beispiel Pizzerien und Burger Restaurants.

Es gibt Pizzen wie in Europa und auch spezielle Pizzen wie Süßkartoffelpizza.
Reisburger statt Brot oder Bulgogi Burger. Bei Bäckereien könnt ihr auch eine Süßkartoffeltorte oder Grünteetorte ausprobieren. 

  1. Café (커피숍)

Ihr glaubt, dass Asiaten viel Tee trinken. Ja, stimmt, aber Koreaner sind eine Ausnahme.

Koreaner haben in der Vergangenheit natürlich viel Tee getrunken, aber jetzt trinken sie mehr Kaffee als Tee.

Wenn ihr nach Seoul geht, könnt ihr sehen, wie viele Cafés es gibt.

Es gibt viele Starbucks und auch viele koreanische Kaffeeketten. Es gibt nicht nur große Ketten, sondern auch viele kleine Cafés.

Aufgrund des amerikanischen Einflusses trinken Koreaner auch viel Americano.

Koreaner arbeiten sehr viel und machen immer schnell schnell. Kaffee ist für diese modernen Menschen zu einer Notwendigkeit geworden. 

Kaffeeketten in Korea haben große Tische, kostenloses Internet und eine Klimaanlage, sodass die Studenten stundenlang lernen und den Computer benutzen können. Als Studentin habe ich auch oft im Café gelernt.

In Kaffeeketten ist Selbstbedienung. Wenn Koreaner etwas bestellen oder auch wenn sie auf die Toilette gehen, lassen sie ihre Taschen oder Handys auf dem Tisch. Die Taschen oder Handys werden nicht gestohlen. Seid trotzdem vorsichtig!

  1. Schönheitsoperation (성형수술)

Vor ein paar Jahren habe ich in Salzburg eine Koreanerin getroffen, die durch Europa gereist ist. Sie war überrascht, weil ich keine Schönheitsoperation hatte. 

Vor 20 Jahren hatte ich Freundinnen, die eine Schönheitsoperation für doppelte Augenlider hatte. 

Derzeit werden nicht nur die Augen, sondern auch die Nase und der Körper operiert. Und nicht nur Frauen, sondern auch Männer werden operiert.

Wenn ihr euch koreanische Sänger oder Schauspieler anseht, sehen sie alle ähnlich aus. Sie haben große Augen, eine hohe Nase und weiße Haut. 

Meine Augen sind klein und haben keine doppelten Augenlider. Meine Nase ist auch klein und meine Haut ist dunkler als die anderer Koreaner.

Als Kind haben meine Freunde mich geneckt, weil meine Augen klein sind und meine Haut dunkel ist. Ich beneidete auch die großen Augen und die weiße Haut meiner Freunde.
Aber mir wurde klar, dass ich es nicht ändern kann und ich will nicht das Selbe wie andere.

Die Welt hat sich verändert!
Ich bin ein besonderes Wesen geworden, weil viele Koreaner wegen der Schönheitsoperation große Augen und wegen der Hautpflege weißere Haut haben. 

Die Reisende hat mir so gesagt. ,,Derzeit kann man nicht viel vom Original sehen, weil viele Koreaner Schönheitsoperation hatten.’’ Sie meinte, es ist selten zu sehen, dass Koreaner keine Schönheitsoperation haben. Ich bin Original! Haha!

Natürlich wird die Schönheitsoperation durchgeführt, um hübsch zu sein, aber die koreanische Gesellschaft legt großen Wert auf das Aussehen. Aussehen ist sogar wichtig, wenn man einen Job sucht.

  1. Ist Make-up höflich? (화장은 예의?)

Wie gesagt, das Aussehen ist wichtig in der koreanischen Gesellschaft. Daher muss man sich schminken, wenn man arbeitet. Koreaner denken, dass Make-up auch eine Höflichkeit ist.

Selbst trage ich normalerweise kein Make-up, aber ich trage immer Make-up, wenn ich unterrichte.
Ich unterrichte nicht mehr in Korea, sondern nur noch in Salzburg. Trotzdem trage ich Make-up und formelle Kleidung und keine Jeans, wenn ich unterrichte.

Ich war überrascht, dass die Europäer keine Gesichtscreme verwenden. Koreaner wenden jeden Tag grundsätzlich zwei Kosmetika, Toner und Lotion, an. Nicht nur Frauen, sondern auch Männer! Derzeit benutzen Männer auch andere Kosmetika wie BB oder CC Creme.

Aus diesem Grund sind koreanische Kosmetika bekannt.

  1. Bikini Jacke? (비키니 자켓?)

An drei Seiten von Korea gibt es Meer, also hat Korea auch viele schöne Strände!

Koreaner gehen im Sommer natürlich an den Strand.
Ihr könnt dann am Strand sehen, dass Frauen nicht nur Bikini, sondern eine dünne Jacke über dem Bikini anhaben. Warum? Weil wir vom Konfuzianismus beeinflusst wurden ist die koreanische Gesellschaft immer noch konservativ. Besonders was Frauen betrifft.

Später werde ich noch ausführlich über das Leben und den sozialen Status der Frauen in Korea schreiben.

Wenn ich mit meinen Freunden an den Strand oder ins Ausland gehe, trage ich nur einen Bikini, aber mit Familie oder Bekannten trage ich auch eine Jacke, die den Körper bedecken kann. Ich will nicht, aber meine Schwester gibt mir dann ihre Jacke, weil ihr Mann dabei ist.

Ich habe auch in Südasien viele Koreanerinnen gesehen, die am Strand die Jacke tragen.

  1. Lesben? (레즈비언?)

Ihr könnt in Korea manchmal Frauen sehen, die Hände halten oder mit verschränkten Armen gehen. Sie sind keine Lesben. Normalerweise machen Mädels das, wenn sie wirklich eng befreundet sind. Manchmal mache ich das auch, aber ich bevorzuge Männer! Haha!

  1. Schnellstes Internet der Welt (세계 최고속 인터넷)

Es wird gesagt, dass Koreas Internetgeschwindigkeit die Nummer 1 der Welt ist. Das habe ich von ausländischen Freunden gehört, die in Korea leben.

Cafés, Restaurants und viele andere Orte bieten kostenloses Internet. Als ich vor 10 Jahren in Korea lebte, wurde in der U-Bahn bereits kostenloses Internet bereitgestellt.

  1. Naver (네이버) & Kakaotalk (카카오톡) 

Google und Whatsapp sind in Korea nicht weit verbreitet. Koreas IT-Industrie hat sich schnell entwickelt, und Koreaner möchten immer etwas Eigenes. Wir verwenden Naver statt Google und Kakaotalk statt Whatsapp. 

Wenn ihr koreanische Freunde haben möchtet, verwendet Kakaotalk!

  1. Early Adopter (얼리 어답터)

Koreaner mögen grundsätzlich lieber neue Dinge als gebrauchte.

Als sich Korea in den 1970er Jahren wirtschaftlich entwickelte, hat man alle alten Häuser zerstört und wieder aufgebaut. 

Derzeit gibt es viele 20- und 30-stöckige Apartmenthäuser in Korea, aber diese Apartments werden normalerweise nach 30 Jahren wieder neu gebaut. Wenn ich in Europa hunderte Jahre alte Gebäude sehe, ist es großartig!

Koreaner mögen nicht nur neue Wohnungen, sondern auch neue Autos und andere Produkte. Elektrogeräte sind dabei keine Ausnahme. Insbesondere gibt es viele Early Adopters, die immer die neuesten elektronischen Produkte kaufen. Korea hat die weltweit größten Elektronikunternehmen wie Samsung und LG. Daher sind Koreaner erstaunt, wenn sie jemanden sehen, der ein altes Handy oder kein Smartphone benutzt.

Koreaner scheinen so zu denken. Alles muss computerisiert und automatisiert sein, damit es besser ist und das Leben lebenswerter wird.

  1. Kostenlose Toiletten überall (무료 화장실)

In Korea sind Toiletten kostenlos. Es gibt die öffentlichen Toiletten an jeder U-Bahnstation.
Ihr könnt nur auf die Toilette bei McDonald’s oder Starbucks gehen ohne zu bestellen. Außerdem könnt ihr auf die Toilette bei großen Firmengebäuden gehen. Die Toiletten in großen Gebäuden sind immer offen für alle.

In Korea gibt es zwei Arten von Toiletten. Eine ist wie in Europa, aber die andere ist wie das Foto.

Als ich als Kind aufs Land ging, gab es auf der Toilette nur ein rechteckiges Loch mit Holzbrett auf dem Boden. Diese Toilette stammt von früher. Seht das Foto unten!

Meiner Meinung nach scheint diese Art von Toilette auch etwas mit Sitzkultur zu tun zu haben. Allerdings gibt es heutzutage nur noch wenige solche Toiletten.

  1. Seoul Verkehrsystem (서울 교통시스템)

Südkorea hat rund 51,700,000 Einwohner, aber die Hauptstadt Seoul hat 9,770,000. 

Etwa 1/5 der koreanischen Bevölkerung lebt in Seoul. Mit der Zahl der Menschen, die in der Metropolregion leben und mit den Pendlern, beträgt es etwa 1/4 der Bevölkerung.

Der Stau ist seit langem schwerwiegend, aber seit 2004 wurde in Seoul die zentrale Stadtbusspur eingeführt, auf der nur Stadtbusse fahren können. Seitdem gibt es nur noch wenig Stau, wenn man mit dem Bus fährt. Allerdings gibt es noch viel Stau, wenn man mit dem Auto fährt. 

Wenn ihr in Seoul mit dem Bus fahrt, müsst ihr auf der mittleren Spur einsteigen und aussteigen. 

Außerdem ist das System der Stadtbusse und die U-Bahn miteinander verbunden. Also müssen wir nicht extra bezahlen, wenn wir umsteigen. Seitdem die Systeme verbunden sind, bezahlen wir mit der Smartkarte T-Money oder Kreditkarte. 

Ihr müsst unbedingt bei der vorderen Tür des Busses einsteigen und bei der Hintertür aussteigen. Beim Eingang gibt es ein Gerät. Dann müsst ihr die Karte am Gerät scannen um zu bezahlen. Es gibt noch ein Gerät beim Ausgang. Bevor ihr aussteigt, tippt noch einmal. Wenn ihr innerhalb von 30 Minuten in einen anderen Bus oder eine andere U-Bahn umsteigt, wird der Fahrpreis zur weiteren Entfernung hinzugerechnet.

Wenn ihr die Karte am Gerät beim Aussteigen aus dem Bus nicht tippt, wird der Grundpreis erneut berechnet, wenn ihr umsteigt.

Der Fahrpreis in Seoul ist billiger als in anderen Ländern, aber aufgrund dieses Systems ist er noch billiger geworden.

  1. Sitzplätze für schwangere Frauen im Öffis (임신배려석)

Es gibt separate Sitzplätze für Kinder, alte Menschen oder Menschen mit Behinderungen im Bus oder in der U-Bahn, aber in Korea gibt es seit 2013 auch Sitzplätze für schwangere Frauen. In Korea gibt es das Phänomen der „Bevölkerungsklippe“ aufgrund der  geringen Geburtenrate.

Junge Menschen wollen heutzutage keine Kinder haben, weil die Preise steigen und die Kosten für die Erziehung von Kindern hoch sind.

Die Regierung hat diese pinken Sitze sogar eingerichtet, um die Geburtenrate zu erhöhen.

Im Winter ist es sehr kalt in Korea, also gibt es Sitzheizung in der U-Bahn.
Wenn euer Gesäß warm wird, werdet ihr bald einschlafen. 

Einige Bushaltestellen haben sogar die Sitzheizung, obwohl es draußen ist.

Dieses Sitzheizungssystem kommt vom Ondol, dem traditionellen koreanischen Bodenheizungssystem. Es wurde 2018 zum nationalen immateriellen Kulturerbe Koreas erklärt.

Wenn ihr mehr über die traditionelle Heizung in Korea wissen wollt, lest diesen Artikel über das koreanische Wetter. Bei der Beschreibung des Winters habe ich auch ausführlich über Ondol geschrieben.

  1. Raumkultur (방문화)

Raumkultur ist auch eng mit der koreanischen Ondol-Kultur verbunden. Durch Ondol entwickelte sich die Sitzkultur. Daher machten Koreaner alles in einem Raum. Essen, schlafen, lernen und arbeiten.

Koreaner lieben die Raumkultur auch jetzt noch. Raum heißt Bang (방) auf Koreanisch.

Karaoke heißt Norae Bang (노래방), Lied Bang, indem man nur mit Freunden singt.  PC Bang (피씨방), indem man Internet benutzen oder Computer Game spielen kann. Video Bang (비디오방) oder DVD Bang (DVD방), indem man alte Videos ausleihen und ansehen kann. Normalerweise gehen Paare zum Video Bang. 

  1. Jjimjil Bang (찜질방)

Jjimjil Bang (찜질방) ist öffentliches Badehaus, indem man grundsätzlich Sauna machen kann, aber es gibt viele verschiedene Bereiche, z.B. Ondol Bang, PC Bang, Restaurant und Fitnesscenter. 

Wenn ihr zum Jjimjilbang geht, erhaltet ihr einen Pyjama, den ihr anziehen müsst.
Diese Thermalbäder sind zwischen Männern und Frauen aufgeteilt. 

Da es 24 Stunden geöffnet ist, könnt ihr dort übernachten. Allerdings ist Jjimjilbang ein öffentliches Haus, also müsst ihr mit mehreren Personen zusammen auf dem Boden schlafen. Außerdem handelt es sich nicht um eine Unterkunft, daher gibt es keine Decken.

Jjimjilbang ist auch eine gute Option, wenn ihr auf der Reise Geld sparen möchtet.

Gebackene Eier (맥반석 계란) und das traditionelle koreanische süße Reisgetränk Sikhye (식혜), die es im Restaurant von Jjimjilbang gibt, sind wirklich köstlich. Es ist ein Muss sie auszuprobieren!

  1. Italienisches Towel? (이태리 타월)

Das ist ein Badezusatz, der zum Schrubben der äußersten Hautschicht verwendet wird. Das heißt Italienisches Towel, Itaeri Towel (이태리 타월). Itaeri ist Italien in der chinesischen Schrift Hanja (한자). Dann kommt es aus Italien? Jain! Der Stoff wurde aus Italien importiert und damit das Itaeri Towel erfunden.

Ursprünglich ist das normalerweise grün, aber heutzutage wird es in verschiedenen Farben hergestellt. Es ist rau, so dass es beim ersten Gebrauch weh tun kann. 

In Korea gibt es öffentliche Bäder. Zurzeit geht man mehr zum Jjimjilbang als Bad, weil es im Jjimjilbang auch Bäder gibt. Als ich ein Kind war, ging ich in ein öffentliches Bad, aber zu dieser Zeit gab es immer ein Personal, um die Hautschicht der Kunden mit dem Itaeri Towel zu schrubben. Natürlich muss man dafür extra bezahlen.

Koreaner bleiben zunächst eine Weile in warmem Wasser und schrubben dann die Haut mit dem Itaeri Towel. Dann fühlen wir uns erfrischt. Wir machen nicht jeden Tag, sondern manchmal.

Alle Koreaner haben dieses Itaeri Towel. Jetzt habe ich auch eines, aber es ist gerissen, also möchte ich welche aus Korea bekommen.

Wollt ihr auch mit dem Itaeri Towel baden?

  1. Nachsorgeheim für Mütter (산후조리원)

Koreaner denken, dass die Nachsorge nach der Geburt sehr wichtig ist. Sie denken, dass sich die Mutter erholen muss.

Ich bin das vierte Kind. Ich habe drei älteren Schwestern und einen jüngeren Bruder. Meine Mutter und Großmutter wollten unbedingt einen Bub haben. Als ich geboren wurde, war meine Oma so enttäuscht. Meine Mutter sagte mir daher, dass sie nach meiner Geburt krank wurde, weil sich meine Oma nicht richtig um ihre Nachsorge gekümmert hat.

Nachdem meine Mutter meinen jüngeren Bruder zur Welt gebracht hatte, hat meine Mutter die Nachsorge richtig bekommen und sie wurde von da an nicht mehr krank.

Koreanische Mütter essen nach der Geburt mindestens einen Monat lang Meeresalgensuppe zu jeder Mahlzeit (미역국), weil Meeresalgensuppe gut für die Gebärmutter ist. Meine Schwester hat die Suppe drei Monate lang gegessen.

Die Mütter müssen außerdem mindestens einen Monat lang darauf achten ihren Körper warm zu halten.

Normalerweise passen ihre Mütter nach der Geburt auf sie zu Hause auf, aber seit 1999 gibt es in Korea Nachsorgeheime.
Sie bleiben dort normalerweise mindestens zwei Wochen um sich zu entspannen. Familien können sie dort auch besuchen, ohne sich um sie zu kümmern.

Klickt auf den Link, um Nachsorgeheim zu sehen.

  1. Chauffeur Service (대리운전) & Valet Parking (발레파킹)

Koreaner trinken ungefähr so gerne wie Iren. Es gibt Fälle, in denen sie plötzlich trinken oder trinken müssen.

Obwohl man schon mit dem Auto gefahren ist, darf man nach dem Trinken natürlich nicht wieder mit dem Auto fahren. Was macht man also?
Man kann Daeri Unjeon Service (대리운전) anrufen. Daeri (대리) heißt Ersatz und Unjeon (운전) ist Fahren. Ein Chauffeur vom Daeri Unjeon Service kommt dorthin wo ihr trinkt. Er fährt mit eurem Auto und bringt euch nach Hause.

Wenn ihr mehr über Trinkkultur in Korea wissen wollt, lest diesen Artikel.

Valet Parking (발레 파킹) ist ein Service bei dem jemand mein Auto statt mir parkt. Valet Parking wurde ursprünglich nur VIPs von Luxushotels und Kaufhäusern angeboten.

Das Parken in der Innenstadt von Seoul ist schwierig. Es gibt nicht viele Parkplätze, und das Parken muss auf engstem Parkplatz erfolgen. Derzeit bieten die normalen Restaurants oder Cafés also einen solchen Valet Parking Service. Sie haben einen Angestellte, der nur Autos parkt.

Jetzt wird dieser Service nicht nur in Städten, sondern auch außerhalb der Städte angeboten.

  1. Rerservisten (예비군) & Zivilschutz (민방위)

Koreanische Männer haben eine Pflicht gegenüber des Bundesheeres. Es begann 1951 nach dem Koreakrieg. Man muss eineinhalb Jahre beim Militär leben.

Mein Vater hat gesagt, dass er drei Jahre lang beim Militär war, also wurde der Zeitraum schon kürzer.

Auch nach der Entlassung aus der Armee müssen Männer als Reservetruppen (예비군) zur Verfügung stehen.

Männer werden acht Jahre lang einmal im Jahr ausgebildet, um nicht zu vergessen, wie sie schießen oder sich verteidigen. Danach sollten sie eine Zivilschutzausbildung bis zum Alter von 40 Jahren machen. 

1992 gab es in LA einen Protest gegen Rassismus wie 2020 der Protest für George Floyd. Damals wollten die Demonstranten zum Beverly Hills, wo reiche Weiße leben. Am Weg zum Beverly Hills liegt Korean Town, also wurden koreanische Restaurants und Geschäfte ausgeraubt und verbrannt. Zu dieser Zeit versammelten sich koreanische Reservisten und Zivilschutzkräfte aus allen Teilen der USA, um sich mit Waffen zu verteidigen.

Klickt dieses Video, um die Nachrichten anzusehen.

  1. Ajummas Haare (아줌마 머리)

Habt ihr schon einmal Ajumma (아줌마) gehört? 

Ajumma ist eine Frau mittleren Alters, also ist Ajumma normalerweise verheiratet und sie hat auch Kinder.

Ihr könnt also eine solche Frau Ajumma nennen, aber es ist besser, sie nicht so zu nennen, weil Ajumma auch diese Nuance hat. 

Normalerweise ist Ajumma niedriger als die Mittelklasse. Sie tut alles für ihre Kinder und ihre Familie, manchmal ohne andere Menschen zu berücksichtigen. 

Ajumma hat immer kurze Haare und lockige Dauerwelle. Ihr wisst ja, Koreaner haben glatte Haare, aber meine Mutter hatte auch diesen Haarstil und hat noch immer den gleichen.

Klickt auf den Link, um Ajummas Haare zu sehen.

Bevor Korea ein reiches Land wurde, haben die Mütter für ihre Kinder und Familie viel gearbeitet. Die kurzen lockigen Haare sind einfach praktisch, damit sie nicht viel Zeit mit ihren Haaren verschwenden.

Ihr könnt in Korea sehen, dass viele ältere Frauen und Omas diese Haare haben.

Wenn ihr mich Ajumma nennen würdet, würde ich mich nicht freuen! 

Zuerst habe ich diese Haare nicht und ich werde sie auch nicht in Zukunft haben. Ich möchte eine stilvolle Stadtfrau sein, nicht Ajumma! Haha!

  1. Mietsystem Jeonse (전세)

In Korea gibt es zwei verschiedene Mietsysteme. Eines ist Wolse (월세), die monatliche Miete wie in Europa. Ein anderes ist, dass der Mieter dem Vermieter viel Geld auf einmal gibt. Der Mieter wohnt normalerweise zwei Jahre in der Wohnung und wenn er nach zwei Jahren auszieht, bekommt er das ganze Geld wieder zurück. Das Mietsystem heißt Jeonse (전세) auf Koreanisch. 

Warum gab es dann ein solches Mietsystem Jeonse?

Als Korea noch arm war, war es schwierig, von der Bank Kredit aufzunehmen. Der Vermieter bekommt viel Geld vom Mieter und der Mieter kann gratis leben.

Der Vermieter kann mit dem Geld ein Business machen oder bei der Bank sparen. Bis vor einigen Jahrzehnten hat man auf Ersparnisse bei Banken viele Zinsen bekommen, aber das ist schon lange nicht mehr so. Daher möchten die Vermieter nicht mehr Jeonse anbieten, aber die Mieter möchten Jeonse lieber, weil sie nach dem Auszug das ganze Geld wieder zurückbekommen können.

Wenn Koreaner einen Job finden, sparen sie Geld. Wenn sie heiraten, bekommen sie etwas Geld von ihren Eltern, um eine Wohnung als Jeonse zu mieten. Trotzdem haben sie nicht genug Geld für Jeonse, dann wird der Rest des Jeonses von der Bank geliehen. Darlehenszinsen sind billiger als monatliche Miete, daher mögen Koreaner Jeonse lieber.

Allerdings sind die Kosten für das Mieten in Seoul zu hoch! 

Meine Schwester hat eine Wohnung mit 102㎡ als Jeonse gemietet. Es kostet 457,000 Euro für zwei Jahre. Ihre Familie hat natürlich einen Kredit aufgenommen! Normalerweise wird der Preis immer erhöht, also muss sie in zwei Jahren den Kredit zurückgeben und dann nimmt sie wieder einen Kredit auf. Seoul ist jedoch besonders teuer, also kann meine Schwester mit diesem Geld eine Wohnung außerhalb von Seoul kaufen.

Da der Hauspreis weiter steigt, gibt es derzeit eine Kombination von Wolse und Jeonse. Wenn man nicht genug Geld für Jeonse hat, kann man die Rest des Jeonses monatlich bezahlen. Je mehr Geld für Jeonse, desto weniger Geld für Wolse.

In Korea werden nicht Quadratmeter sondern Pyeong (평) als Einheit verwendet, um eine Wohnung zu finden. Ein Pyeong ist ungefähr 3,3㎡.

  1. Dokseosil (독서실) & Koshiwon (고시원)

Koreaner halten es für sehr wichtig, zur Universität zu gehen. Das kommt auch vom Einfluss des Konfuzianismus. 

Als Korea arm war, konnte die alte Generation nicht zur Schule gehen, deshalb wollen ihre Kinder an die Universität gehen. Es ist jedoch nicht einfach, an eine Universität zu gehen.

Als ich im Gymnasium war, lernte ich jeden Tag von 7 bis 21 Uhr in der Schule.

Bereits in meiner Generation gingen meine Freunde nach der Schule zum Institut um in Englisch, Mathematik und anderen Fächern Nachhilfe zu bekommen.

Derzeit gehen fast alle Schüler nach der Schule zum Institut. Wenn sie nicht zum Institut gehen, können sie keine Gemeinschaft mit Freunden haben.

Dokseosil (독서실) ist ein Saal, an dem die Schüler lernen können. Es gibt Schreibtische, aber alle Sitze sind mit Trennwänden unterteilt. Man bezahlt monatlich und bekommt einen eigenen Schreibtisch. Man kann dort auch in der Nacht lernen.

Klicht auf den Link, um Dokseosil zu sehen.

Ein Teil der Universitätsbibliothek ist auch wie ein Dokseosil.

Goshi (고시) heißt eine nationale Prüfung, um Diplomat oder Beamter zu werden. Es gibt viele Menschen, die viele Jahre für Goshi lernen, weil dieser Test sehr schwierig ist.

Sie brauchten einen Ort zum Lernen, ohne Familie und Freunde zu treffen und von anderen ungestört zu sein. Also gibt es Goshiwon (고시원).

Man benutzt ein Zimmer alleine, aber die Küche und das Bad werden geteilt. Es klingt so als wäre Goshiwon eine WG, aber es ist nicht gleich wie eine WG, weil das Zimmer winzig klein ist. Es gibt ein kleines Bett, einen kleinen Schreibtisch und einen Kleiderschrank im Zimmer, aber manche Zimmer haben kein Fenster. 

Klickt auf den Link, um Goshiwon zu sehen. 

Mit steigenden Preisen leben hier nicht nur Menschen, die sich auf die Prüfung vorbereiten, sondern auch normale Menschen, die nicht genug Geld haben. Hier leben auch Studenten, die nach Seoul kommen.

Goshiwon bietet Reis und Kimchi immer kostenlos an.

Es ist ein YouTube-Video, das ich heutzutage oft sehe. Ein Student wohnt in Goshiwon und er zeigt, wie er dort isst und lebt.

  1. Spezielles Essen Seonjitguk (선짓국) und Obst Chamoe (참외) & Hallabong (한라봉)

Seonjitguk (선짓국) ist mein Lieblingsessen. Seonji (선지) ist Blut von Tiere und Guk (국) ist eine Suppe. Seonjitguk wird aus Rinderblut gemacht. Zuerst wird die scharfe Suppe heiß gekocht und dann wird das Blut in die Suppe eingegeben und gekocht. Das Blut wird dann wie Pudding! 

Seonjitguk ist eine von Haejangguk (해장국), die den Kater lindert.

Meine Mutter hat manchmal Seonjitguk gekocht, aber meine Schwestern haben es nie gegessen. In Korea mögen einige Leute es und andere nicht.

Wollt ihr Seonjitguk ausprobieren?

Koreanische Melone (참외) ist klein und gelb. Sie schaut wie ein Kürbis aus.

Manche Leute essen die Melone mit den Samen, aber manche ohne Samen.

Mein Vater hat oft erzählt, dass Koreaner nach dem Koreakrieg nicht viel zu essen hatten. Als mein Vater ein Kind war, hat jemand eine gelbe Melonenschale auf die Straße geworfen und mein Vater hat sie gegessen.

Ich bin viel gereist und habe diese Melone in anderen Ländern nicht gesehen.

Hallabong (한라봉) ist ein Spezialprodukt der Insel Jeju (제주), die die größte Insel in Korea ist. Halla ist der Name des Berges Halla auf der Insel Jeju, welcher der höchste Berg in Südkorea ist.

Hallabong schaut wie eine Orange aus, aber der Punkt oben ragt heraus. Es schaut wie ein Gipfel Bong (봉 峯) auf Koreanisch aus. Daher wird es Hallabong genannt.

In Wirklichkeit ist der Halla Berg ein Vulkanberg, also gibt es einen Krater, keine Spitze.

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